Professionelle Gaming-Ligen: Franchise-Systeme und Umsatzteilung
Die Profisportart E-Sports hat sich in den letzten Jahren rapide entwickelt und etabliert sich immer mehr als ein ernstzunehmendes Geschäftsfeld. Neben der Herausforderung, die Top-Spieler zu verpflichten, müssen auch die wirtschaftlichen Aspekte des Betriebs eines E-Sport-Teams berücksichtigt werden. In diesem Zusammenhang spielen Franchise-Systeme und Umsatzteilungen eine entscheidende Rolle.
Franchise-Systeme: Ein modell für langfristige Partnerschaften
Ein Franchise-System in der E-Sport-Branche bedeutet, dass ein Unternehmen oder eine Organisation (das "Haus") ein Team https://wazambacasinoonline.de/ gründet und es unter einer Marke betreibt. Das Haus übernimmt dabei die Rolle des Eigentümers, während das Team als ein eigenständiges Unternehmen agiert. Dieses Modell ist in verschiedenen Branchen bekannt, wie z.B. im Fast-Food-Bereich (Burger King, Subway), aber auch in der E-Sport-Industrie wird es zunehmend verfolgt.
Ein Vorteil des Franchise-Systems ist die Möglichkeit, langfristige Partnerschaften aufzubauen. Durch den Kauf eines Teams kann ein Unternehmen sich sicher sein, dass es eine bestimmte Anzahl an Spielen und Runden mit dem Team bestreitet. Dies bietet sowohl für das Haus als auch für das Team Vorteile: Das Haus gewinnt Zugang zu einem etablierten Team und kann die Einnahmen durch Umsatzteilungen steigern, während das Team eine feste Basis in Form des Hauses erhält.
Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit zwischen der spanischen Telekommunikationsgesellschaft Movistar und dem Team Movistar Riders. Movistar kaufte das Team auf und übernahm auch alle Kosten für Personal und Equipment. Im Gegenzug erhält Movistar eine Umsatzbeteiligung an allen Runden, in denen das Team teilnimmt.
Umsatzteilung: Der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg
Die Umsatzteilung ist ein wesentlicher Teil des Franchise-Systems. Sie beinhaltet die Beteiligung der Verantwortlichen am Umsatz, den das Team erwirtschaftet. Dies kann in Form von Ticketverkäufen, Werbeeinnahmen oder Merchandising-Umsätzen erfolgen.
Es gibt verschiedene Modelle zur Umsatzteilung. Ein häufiges Vorgehen ist die Beteiligung zwischen 20% und 50% des gesamten Umsatzes. Die genauen Bedingungen hängen jedoch von den individuellen Vereinbarungen ab. In einigen Fällen können auch andere Aspekte wie die Entwicklung der Marke oder das Wachstum des Teams berücksichtigt werden.
Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit zwischen dem deutschen E-Sport-Team Team Liquid und dem amerikanischen Unternehmen Razer. Razer unterstützt Team Liquid in verschiedenen Bereichen, darunter Logistik, Marketing und Finanzen. Im Gegenzug erhält Razer eine Beteiligung von 20% an allen Umsätzen, die Team Liquid erwirtschaftet.
Die Herausforderungen des Franchise-Systems
Das Franchise-System bringt jedoch auch einige Herausforderungen mit sich. Einer der größten ist die Abhängigkeit des Teams von dem Haus. Wenn das Haus nicht in der Lage ist, genügend Umsätze zu erwirtschaften oder wenn es schwierig wird, neue Sponsoren zu gewinnen, kann dies dramatische Auswirkungen auf das Team haben.
Ein weiterer Punkt ist die Transparenz. Beide Seiten müssen sich aufeinander verlassen können und wissen müssen, ob ihre Vereinbarung langfristig einzieht oder wenn es Schwierigkeiten mit der Umsatzbeteiligung gibt. Dies kann zu Stress und Spannungen führen.
Ein Beispiel dafür ist die Trennung von ESL (Electronic Sports League) und dem Team Natus Vincere (Na’Vi). ESL kaufte Na’Vi auf, aber es gab Schwierigkeiten mit der Umsatzbeteiligung. Letztlich musste ESL den Team-Vertrag kündigen.
Zusammenfassung
Das Franchise-System und die Umsatzteilung sind entscheidende Aspekte des wirtschaftlichen Erfolgs von E-Sport-Teams. Durch langfristige Partnerschaften, transparente Vereinbarungen und eine klare Beteiligung zwischen Haus und Team kann es gelingen, das Wachstum der Marke und die Umsätze zu steigern.
Das Modell ist jedoch auch mit Herausforderungen verbunden. Beide Seiten müssen sich aufeinander verlassen können, Transparenz gewährleisten und langfristige Strategien entwickeln, um den wirtschaftlichen Erfolg sicherzustellen.